Wir über uns


Der Verein wurde im Dezember 2002 unter dem Namen
,,Verein zur dörflichen Entwicklung Ludwigsdorf ’’ gegründet und am 17.03.2003
in das Vereinsregister Görlitz eingetragen.

Im Juni 2005 haben wir die Satzung völlig neu gefasst, einen neuen Vorstand gewählt und tragen seither den Namen "Heimatverein Ludwigsdorf/Ober-Neundorf e.V. - Statt-Stadt -" Unser Logo ist geblieben: s.o. Statt-Stadt bedeutet dabei nicht die Konfrontation mit der Stadt Görlitz, zu der Ludwigsdorf/Ober-Neundorf als eingemeindeter Ortsteil gehört. Viele, vor allem jüngere Menschen waren mit den Verhältnissen in unseren Dörfern nicht mehr einverstanden. Wir widmen uns deswegen dem Thema "Dorfentwicklung" im weiteren Sinne und wollen unsere Bürger anhalten und aufmuntern, das Leben auf dem Lande wieder als Chance zu sehen und zu begreifen. Man lebt nicht anonym wie in einer Stadt, man lebt in einer noch in vielen Teilen idyllischen Landschaft. Das Dorfbild ist weitgehend erhalten und zeichnet sich durch eine vielgestaltige Bebauung vom Herrenhaus über die stattlichen Drei- und Vierseithöfe, Kleinbauernansiedlungen sowie Reste der Altbebauung um die Mitte des 19. Jahrhunderts aus. Eingefügt sind auch neuere Hausbauten, die sich weitgehend dem Dorfbild anpassen. Eine uralte kleine Wehrkirche, die in Teilen auf Baubeginn 1192 datiert wird, prägt in ihrer schlichten Schönheit Ludwigsdorf, in Ober-Neundorf wirkt so das leider dem Verfall preisgegebene Schloss mit unersetzlichen Sgrafitto und gewaltigen Nebengebäuden. Es besteht ein reiches Dorfgrün mit schönen alten Bäumen und vielen kleineren Bepflanzungen unterschiedlicher Arten.

Wir möchten mit verschiedenen Aktionen die Dorfbewohner ermuntern, sich der wohlverstandenen Traditionspflege zu widmen, wollen mit einer Vertiefung der Dorfentwicklungsplanung unsere Chancen für eine wirtschaftlich Entwicklung mit möglichst breiter Teilhabe der Bürger erkunden sowie den Begriff "Heimatpflege" mit Inhalt und Leben erfüllen, so z.B. mit dem Anlegen und Pflegen von Wanderwegen und auch Erhaltungsmaßnahmen für unsere geschichtlich wertvollen Sehenswürdigkeiten.

Ludwigsdorf feierte 2005 sein 700-jähriges Bestehen. Wir erarbeiteten zu diesem Jubiläum eine ansehnliche Chronik und werden für die Weiterführung zu speziellen Gebieten noch Material sammeln. Es gibt für unsere Dörfer noch unendlich viel aufzuarbeiten.

Weil ein Verein eine Herberge und das Dorf einen zentralen Kommunikationsort haben müssen, haben wir das Gebäudes des ehemaligen Dorfkonsum gekauft und nutzen es zu einem "Vereins- und Seminarhaus" um. Unser großes Ziel für 2010 ist die Fertigstellung des Gebäudes, wofür wir auch eine enorme Eigenleistung erbringen mussten und müssen. Unabhängig von der Vereinszugehörigkeit soll man sich dort wieder zu verschiedenen Anlässen treffen und die Tradition der zentralen Kommunikationstätte wieder aufleben lassen. Mit einer ständigen Ausstellung wollen wir über die Geschichte unserer Dörfer berichten sowie mit Wechselausstellungen über interessante Themen "rund ums Dorf" informieren. Wichtiges Vorhaben ist aber ebenfalls die Durchführung von Workshops, Seminaren, Vortragsveranstaltungen usw. zu Themen, die vom Leseabend bis zur Reparaturanleitung für Mopeds breitgefächert sind und auch typisch dörfliche oder häusliche Arbeiten umfassen. Spezielle Veranstaltungen sollen für die älteren Mitbürger, andere auch für die jüngere Generation durchgeführt werden. S. auch "Vereins- und Seminarhaus"

Ein nach den bisherigen Reaktionen gelungenes Vorhaben ist die Herausgabe des "Dorfboten" Aus der Erkenntnis heraus, dass nur wenige Menschen eine Zeitung lesen, in der dann auch nur wenig über die Dörfer berichtet wird, und eine dörfliche Kommunikation weitgehend zum Erliegen gekommen ist, haben wir uns überlegt, wie man die Bürger über wichtige Anliegen informieren kann. Der "Dorfbote" soll als kleines Mitteilungsblatt etwa alle zwei Monate erscheinen. Wir werden über die Vereinsarbeit unterrichten, Informationen aus dem Ortschaftsrat weitergeben, die Vereine auf ihre Termine hinweisen lassen u.a.m. Natürlich kann ein jeder Bürger diese Informationsplattform nutzen, um z.B. Gratulationen zu übermitteln oder den Verkauf von Trödel anzukündigen. Wir hoffen auch auf Beiträge, die zu historischen Ereignissen oder Anekdoten berichten oder auf lustige oder auch beschwerende Ereignisse der letzten Jahre eingehen.

Das "Ludwigsdorfer Sommerfest" lebte 2003 wieder auf, hatte im Jubiläumsjahr 2005 eine besonderen Höhepunkt und soll zur Tradition werden. Der federführende Heimatverein organisiert das Sommerfest gemeinsam mit den anderen Vereinen der Dörfer in einer guten und fruchtbaren Zusammenarbeit.

Erstmalig wurden 2009 mit überraschendem Erfolg und vielen positiven Rückmeldung die "Offenen Sächsischen Meisterschaften im Kürbiswiegen" in Regie des Heimatvereins durchgeführt. Auch diese Veranstaltung soll zur Tradition werden und nach Möglichkeit noch erweitert werden.

Tradition werden soll ebenfalls die Herausgabe des Jahreskalenders, der mit schönen Bildern das Dorf zeigt und so manch einem Einwohner zeigt, woran man achtlos vorbeigegangen ist oder wegen der Alltäglichkeit nicht mehr bewusst wahrnimmt. Er soll dazu führen, dass sich z.B. die Einwohner wieder mit ihren Dörfern identifizieren und diese eine neue Hinwendung erfahren.

Schließlich führte auch die Herausgabe der "Kalkwerkchronik" zu einem überraschenden Erfolg. Die erste Auflage war nach wenigen Tagen vergriffen und auch die zweite fand schnell Absatz. Das Kalkwerk hat über Jahrhunderte vielen Einwohnern einen sicheren Arbeitsplatz geboten. Es musste zwar zumeist eine körperlich schwere Arbeit geleistet werden, aber viele Fotos zeigen auch Kameradschaft und Frohsinn.